Stadtschloss Potsdam - Landtag Potsdam Diskussionsforum

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Hier können Sie sich an der Diskussion beteiligen ob und wie, mit oder ohne Landesmittel und unter welcher Nutzung (Landtag oder öffentlich)  das Stadtschloss wieder errichtet werden kann. 

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Stadtschloss Potsdam

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Kurfürstin Katharina ließ sich 1589-1599 an der Stelle der mittelalterlichen Burg ein Renaissanceschloß als Witwensitz errichten. Der unvollendet gebliebene Bau verfiel im Dreißigjährigen Krieg, so daß Friedrich Wilhelm, der Große Kurfürst, die Ruine abreißen und 1664-1670 ein neues Schloß erbauen ließ. Zwei Jahre später erweitete man das Schloß durch Seitenflügel bis zum Alten Markt, wo eine halbkreisförmige Galerie mit einem Portalbau den Hof abschloß. Den Portalbau ersetzte König Friedrich I. 1701 durch das Fortunaportal. Die endgültige Gestaltung, die das Schloß bis zur Zerstörung 1945 und zum Abriß der Ruine 1959-1961 hatte, erhielt es unter Friedrich dem Großen zwischen 1744 und 1752 durch Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff. 

Im zweiten Weltkrieg zum großen Teil zerstört, wurde die Ruine später völlig abgerissen. Erst im April 2000 beschloß die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Potsdam den Wiederaufbau.
 
 

Stadtschloss Potsdam 

Trotz der vielen Schlösser in und um Potsdam ist eins in den letzten Jahren stark in die Debatte geraten, das nicht mehr existiert: das Stadtschloss.

Zwischen Langer Brücke und Altem Markt war eine mittelalterliche Burg an dieser Stelle einer der ersten Siedlungskerne des heutigen Potsdam. Der „Große Kurfürst“ ließ hier nach holländischem Vorbild 1662 – 69 eine Residenz errichten und Friedrich der Große ließ es gleich zu Beginn seiner Regentschaft, in den Jahren 1744 - 48 kräftig umbauen. Das nunmehr stattliche Schloss wurde von einer großen Zahl Sandsteinfiguren bekrönt und diente dem König als Winterquartier. Vom Umbau verschont blieb das 1701 errichtete Fortuna-Portal, das anlässlich der Krönung Friedrichs (als Kurfürst der III., als König der I.) zum König in Preußen dem Schlosskomplex hinzugefügt wurde. Nach Friedrich II. spielte es im Leben der nachfolgenden Regenten nur noch eine Nebenrolle.

In der Bombennacht des 14. April 1945 wurde es stark beschädigt. 1959/60 wurden die Reste abgetragen. Weder politisch noch finanziell wollte sich die damalige DDR-Führung einen Wiederaufbau leisten, außerdem traf es sich gut, dass mit dem Abriss Platz für eine breite Magistrale entstand. Ende der achtziger Jahre begann man damit, den freien Platz durch einen Theaterneubau zu füllen. Nach der politischen Wende wurde allerdings der Rohbau wieder abgerissen, um Platz für den Wiederaufbau des Stadtschlosses zu schaffen. Der ist zwar vom Stadtparlament beschlossen, aber weder Finanzierung noch künftige Nutzung sind bisher völlig geklärt. Immerhin steht dank einer Spende der deutschen Zement-Industrie inzwischen das Fortunaportal wieder.

 

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